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RESOLUTION - MASTERPLAN SCHIENE UND ÖV

Bundesregierung muss Zielnetz 2050+ jetzt planen

22.01.2018; probahn Österreich


Österreich ist ein Tourismusland, die Verkehrslösungen für eine nachhaltige, ökologische Mobilität betrifft alle - auch die gesamte Bundesregierung

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Regionalisierung des Nahverkehrs muss mit Kompetenzen- und Finanzen einhergehen

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Österreich-Ticket analog Schweizer Generalabo

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Kostengerechtigkeit zwischen den Verkehrsträgern


 Herrn Bundeskanzler Sebastian Kurz

Frau Bundesministerin Elisabeth Köstinger

Herrn Finanzminister Hartwig Löger

Herrn Bundesminister Norbert Hofer


FÜR EINEN MASTERPLAN SCHIENE UND ÖFFENTLICHEN VERKEHR

RESOLUTION AN DIE BUNDESREGIERUNG

Die überparteiliche Fahrgastvertretung probahn ÖSTERREICH sieht die dringende Notwendigkeit, dass wichtige Weichenstellungen im Bereich des öffentlichen Personenverkehrs und der Schieneninfrastruktur in der laufenden Legislaturperiode vorgenommen werden. In diesem Sinne begrüßt unsere Plattform zahlreiche Ansätze im aktuellen Regierungsprogramm, die sich großteils mit den Anliegen der Fahrgäste decken. Für probahn ÖSTERREICH ist entscheidend, dass die Bundesregierung verbindliche Maßnahmen für die nächsten fünf Jahre beschließt und umsetzt.

Ausgehend von den Bedürfnissen der österreichischen Fahrgäste öffentlicher Verkehrsmittel und bestärkt durch die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens, zu deren Einhaltung sich Österreich verpflichtet hat, appellieren wir an die neue Bundesregierung, unseren nachfolgend vorgeschlagenen Masterplan zu evaluieren. Ausgangspunkt unserer Überlegungen ist einerseits, dass die großen Eisenbahnbauten (West, Süd, Brenner) gemäß dem Zielnetz 2025+ abgeschlossen sein werden. Aufgrund der langen Vorlaufzeiten von Infrastrukturprojekten besteht bereits jetzt dringender Handlungsbedarf, den Weg für ökologisch verträgliche Verkehrslösungen einzuleiten.  

Andererseits öffnet sich durch die neuen Möglichkeiten der Digitalisierung und positiver Erfahrungen der letzten Jahre für die neue Bundesregierung ein günstiges Zeitfenster, einzelne Leuchtturmprojekte in der aktuellen Legislaturperiode zum Abschluss zu bringen und zu einer Erfolgsgeschichte zu entwickeln. Dazu zählt beispielsweise die bereits lange erwartete Einführung eines bundesweiten Öffi-Tickets. Mit der Einführung des Tickets für alle öffentlichen Verkehrsmittel könnte bereits ein digitales Verrechnungssystem einhergehen, das europaweit ein innovativer Ansatz wäre.

Vorschlag für einen Masterplan 2018 – 2023 bis 2050

 

I n f r a s t r u k t u r

1.       Rasche Festlegung eines „Zielnetzes 2050+“. Damit sollen einerseits Zielpfade für die Erschließung peripherer Regionen (Waldviertel, Südost-Österreich,…) festgeschrieben werden und andererseits jene Bahnstrecken („Zentrales Bahnnetz Österreich“), die inneralpin zwischen den in wenigen Jahren fertiggestellten Hochleistungsachsen West- und Südstrecke liegen und im Verbund erst das vollständige Bahnnetz in Österreich schaffen, schrittweise auf einen zeitgemäßen Stand gebracht werden.

2.       Weitgehende Elektrifizierung von Dieselstrecken als kosteneffizienter Beitrag zum weitgehend elektrischen Betrieb des österreichischen Verkehrssystems (Oberleitungen, akkubetriebene Schienenfahrzeuge,…)

3.       Generelle Stärkung der Regionalbahnen und Einstellungsstopp samt Einbeziehung der Raumordnung, mit dem Ziel, Siedlungsgebiete und die Bahn näher aneinander zu bringen. Sicherung von Trassen ehemaliger Bahnen für allfälligen späteren Bedarf (kaum Kosten!)

4.       Verbesserung allgemeiner Voraussetzungen für Güter- und Personenverkehr und Optimierung von Infrastruktur-Maßnahmen durch offensiven Einsatz innovativer Schienenfahrzeug-Technologien (Mittelpuffer-Kupplungen, Flügelzüge, verbesserte Beschleunigungsleistungen, Anschlussbahnen…)

 

A n g e b o t

5.       Herstellung eines fairen Wettbewerbs durch Begünstigung von Taktverkehren bei der IBE-Bemessung (Anreiz-geleiteter Integrierter Taktfahrplan für ganz Österreich) mit dem Ziel der Maximierung des Fahrgastnutzens.

6.       Mindestbedienqualität (Erreichbarkeitsfrequenz und Erreichbarkeitszeiten, aufgeschlüsselt nach Regionen) als Ausgangspunkt weiterer Planungen im Infrastrukturbereich

7.       Mehr Personal am Kundendienst – Steigerung der Servicequalität

8.       Überprüfung der Wirtschaftlichkeit der Wiederherstellung europäischer Direktzüge, insbesondere direkter Nachtzüge von Wien nach Berlin, nach Brüssel und nach Paris sowie (saisoniert) zu Urlaubsreisedestinationen

 

T a r i f e

9.       Anstoßfinanzierung für Probebetrieb eines bundesweiten Öffi-Tickets nach dem Vorbild des Schweizer Generalabonnements

10.   Vereinfachung aller Normal-Tarife und Berechnungszonen und Einführung eines bundesweiten Verkehrsverbundes nach dem Vorbild der Schweiz.

11.   Vereinheitlichung aller Ermäßigungen (Schüler, Studenten, Pensionistinnen / Pensionisten, Familien,…)

12.   Anerkennung der VorteilsCARD bei allen öffentlichen Verkehrsträgern

13.   Kundenorientierte Digitalisierung des Fahrscheinkaufes statt Automaten

 

F i n a n z i e r u n g

14.   Beschluss des Bundes zu einer Regionalisierung der Kompetenzen und Finanzen im Nahverkehr mit klarer Zweckbindung der regionalisierten Mittel - nach dem Vorbild Deutschlands

15.   Gerechte, langfristige Finanzierung für Infrastrukturbauten der Schiene in den Städten und den umgebenden Ballungsräumen

16.   Anstreben von Kostengerechtigkeit zwischen den Verkehrsträgern (Treibstoffsteuern, Ticketsteuern,…) auf europäischer Ebene

17.   Schaffung eines Bahninfrastrukturfonds BIF, um die Planung, Bau und Betrieb des österreichischen Bahnnetzes zu stärken – analog der Schweiz.

18.   Optimierte Vorgaben zur Finanzierung der Privatbahnen

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler, sehr gehrte Damen und Herren der Bundesregierung,  die überparteiliche Fahrgastvertretung probahn ÖSTERREICH schlägt Ihnen die Abhaltung einer Verkehrs-Enquete, möglichst im 1. Halbjahr 2018, vor. Dabei bieten wir uns als Ideengeber und Berater bei Durchführung der Enquete an.Vorab werden wir Sie nochkontaktieren,um Ihre Prioritäten-Setzung kennenzulernen.

 

Ein persönliches Gespräch im kleinen Kreis würden wir sehr schätzen,

Mit den besten Grüßen

Mag. Peter Haibach

Sprecher

Für die Fahrgastvertretung probahn ÖSTERREICH – Fahrgastvertreter der Bundesländer:

Die Unterstützer:

Andreas Offenborn, NÖ/Wien

Dr. Karl Schambureck, Erwin Krexhammer, Salzburg

Patrick Krammer, Paul Sommer, Burgenland

Richard Hunacek, Kärnten

Dip.Ing. Lukas Beurle, Peter Baalmann, OÖ

MMag. Martin Teißl, Tirol

Dr. Peter Romen, Vorarlberg

 

 

Ergeht an:

Bundeskanzler und Bundesminister

Medienvertreter

 


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Österreich ist ein Tourismusland, die Verkehrslösungen für eine nachhaltige, ökologische Mobilität betrifft alle - auch die gesamte Bundesregierung

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